Go Local - Gesund ernähren auf Reisen

Ich überwintere zurzeit auf Bali. Selten habe ich so gesund und nachhaltig gegessen wie in den letzten Wochen. Hier sind meine ultimativen Tipps für dich, wie auch du das Superfood-Paradies in deinem nächsten Urlaubsland entdecken kannst.

1. Der Start: dein wichtigstes Proviant

Eine Sache, die nie in meinem Gepäck fehlt, wenn ich einen Ausflug oder eine längere Reise antrete, sind Nüsse! Bevor das Loch in meinem Magen so groß werden kann, dass ich von Bratkartoffeln und Snickers fantasieren würde, öffne ich meine Nüsschen-Tüte und gönne mir einen Snack. Das ist besonders hilfreich bei Langstreckenflügen oder Tagesreisen.

Das Beste an diesem Proviant: Er ist zuckerfrei und schmilzt auch bei höheren Temperaturen nicht

2. Im Zweifel für die einheimische Küche

Deine Gastgeber wissen am besten was gut für dich ist. Vor allem, wenn du in ein Land reist, das noch nicht von Industrialisierung geprägt ist. Auf Bali frühstückt man zum Beispiel Reis-Porridge mit Gemüse und Soja-Soße.

Ich muss zugeben, dass ich mich bei der ersten Bestellung überwinden musste, doch tat dieses Warme Gericht nicht nur meinem empfindlichen Magen gut, sondern war auch unheimlich lecker. Und fast zuckerfrei.

Dazu bestellte ich noch eine Kokosnuss und hatte das exotischste, aufregendste Frühstück zu mir genommen.

Bediene dich am Reichtum deines Reiselandes und setze auf lokale Nahrungsmittel!

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3. Lerne dein Essen besser kennen

In fast jedem Urlaub erforsche ich, wie die Lebensmittel des Landes angebaut werden. Hier auf Bali ist Reis die wichtigste und meist angebaute Nahrung. Eine ausgedehnte Reisfeldwanderung mit einem lokalen Führer hat meiner Beziehung zu Reis eine durchaus emotionale Ebene verliehen.

Denn beim Anblick meines Abendessens sehe ich jetzt, was der liebe balinesische Reisbauer alles unternommen hat, um mir dieses Essen zu ermöglichen. Und ich esse jetzt viel lieber roten Reis, weil ich weiß, dass er im Dschungel wächst und reicher an Proteinen ist als der Weiße.

Nutze deinen nächsten Urlaub, um dich tiefer mit den Lebensmitteln zu verbinden, die täglich auf deinem Teller landen. Besuch eine Tee-Plantage oder einen Weinbauern. So wirst du im Alltag automatisch gesündere und nachhaltigere Entscheidungen treffen.

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4. Zaubere deine eigenen Urlaubsgerichte

Für den ultimativen Spaß-Faktor in Sachen Essen empfehle ich dir, statt einer Hotelsuite ein schickes Apartment mit Küche zu buchen. Das hat gleich mehrere Vorteile.

Erstens musst du dich nicht an die Frühstückszeiten halten und gerätst so gar nicht erst in die Pancake-Falle, zweitens kannst du so die lokalen Foodmärkte erkunden und dir feinste Früchte und Gemüsesorten zubereiten.

Ich liebe es, mir hier auf Bali ein Porridge mit hausgemachter Cashew-Milch zu zaubern und reife Mango und Banane darüber zugeben.

5. Verbinde dein Essen mit Kultur

Nutze deine Essens-Abenteuer, um mehr über die Kultur des Landes zu erfahren. Ich finde es viel Spannender mit einem Reisbauern zu quatschen oder mir auf einem lokalen Markt die Früchte erklären zu lassen, anstatt mir eine Sehenswürdigkeit nach der anderen anzusehen.

Frag doch mal einen Einheimischen nach seinem Lieblingsgericht und lass dir das Rezept geben!

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Wenn du diese Tipps befolgst, wird dein Urlaub garantiert ein kulinarisches Abenteuer, von dem du langfristig zehren wirst. Die Lebensmittel, zu denen du einmal eine emotionale Beziehung aufgebaut hast, werden fortan genauso attraktiv für dich sein, wie Pasta und die Pancakes. Denn letztere lieben wir doch eigentlich auch nur, wegen unserer süßen Kindheitserinnerungen.

Deine Franziska