Die Sucht nach dem Extremen

Wieso denn eigentlich Trail Running und Bergsteigen? Und woher das Extreme?

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Wie ihr vielleicht schon aus meiner Biographie herauslesen konntet, ziehen die Berge mich magisch an. Die Natur um mich herum gibt mir ungeheure Kraft und Motivation. Auf den Spuren unterschiedlichster Untergründe - auf weichen Waldwegen mit Ästen, erdigen und steinigen Pfade oder auch entlang alpiner Grate – fühle ich mich zuhause und wohl. Es ist sehr abwechslungsreich und lässt keine Langeweile aufkommen. Man erlebt alles sehr intensiv, Kopf und Körper sind höchst angespannt, da man auf alle Hindernisse und Gefahren gefasst sein muss. Man ist nicht nur auf wunderschönen Pfaden unterwegs, sondern stets umgeben von traumhaften Aussichten. Wie bei jeder Sportart gelangt man allerdings irgendwann an sein Limit und versucht sich hierin an neuen Reizen und Zielen. Meine persönlichen Pläne sehen derzeit vor, auf noch schwierigeren alpinen Routen die Bergwelt in höchstmöglicher Geschwindigkeit zu erkunden. Man kann sich hierbei stets steigern, denn die Berge haben unendlich viele Möglichkeiten. Der Gipfeldrang ist vielleicht schon eine Art Sucht, aber bestimmt nicht in negativer Art und Weise.

Chia Samen und Goji Beeren: Der natürliche Antrieb

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Die Liebe zur Natur treibt mich an und mit der passenden Ernährung steigt man in jedes Training mit voller Energie. Hierbei setze ich alles auf natürliche Produkte und Superfoods. Ich habe natürlich auch schon einmal Energy-Gels und Riegel probiert. Meine Erfahrungen sind, dass es vielleicht eine kurze Steigerung simuliert, aber nach dem "Zuckerschock" fällt man in ein noch tieferes Loch und mit Magenproblemen geht es dann weiter...Nachdem ich dies bei einem Wettkampf erlebte und mich bis ins Bodenlose quälte, wurden all solche Produkte entsorgt und ich war auf der Suche nach neuen Energiequellen. Mit den Produkten von WYLD bin ich auf dem richtigen Weg. Chia Samen und Goji Beeren zählen schon lange zu meinen Favoriten und mit ein wenig Kreativität kommen die interessantesten Kombinationen und leckersten Genussprodukte heraus.

53 Kilometer, 3100 Höhenmeter: Marathon extrem

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Ich muss zugestehen, dass ich noch nie einen Marathon auf dem Asphalt gelaufen bin – das reizt mich jetzt aber auch gar nicht. Dafür hatte ich schon einige Läufe auf feinsten Trails. Zu meiner härtesten Wettkampferfahrung im Trail Running zählt der "Motatapu Adventure Run", welchen ich als Reisender in Neuseeland zu einen meiner Highlights zähle. Es war eine Strecke von 53 Kilometer und rund 3.100 Höhenmeter auf schwierigstem Gelände zu bewältigen. Gestartet sind wir morgens um 4.00 Uhr bei starkem Regenschauer mit teilweise dicht fallendem Hagel. In finsterer Dunkelheit kämpften wir uns auf schlammige Pfade an die Gipfel. Je höher wir kamen, desto ungemütlicher wurde es. Es wehte ein extrem starker und eiskalter Wind und der Regen ging in Schnee über. Viele Läufer hatten große Probleme mit den Verhältnissen. Ich trainiere selbst bei jeden Bedingungen und bin somit abgehärtet. Ich war im "Flow" und konnte den Kiwis (Spitznamen für Neuseeländer) meine gute Form zeigen. Spätestens gegen Ende wurde mir klar, warum es ein Abenteuerlauf ist – denn nach anstrengenden An- und Abstiegen ging es nochmals auf unzähligen Flussquerungen weiter. Aufgrund des Regens war der Wasserspiegel sehr hoch und die Querungen bis über die Brusthöhe raubten uns die letzten Kräfte. Nicht nur anstrengend war es, sondern auch sehr gefährlich. Die Strömung hat mich selbst einmal knappe 100 Meter mitgezogen. Aber dennoch: Komplett entraubt von allen Kräften und durchnässt von Kopf bis Fuß konnte ich als Gesamtvierter die Ziellinie überqueren! Ich war überglücklich, es geschafft zu haben. Mehr Stories von meinen Abenteuern in Neuseeland werden folgen…