Wege der Entspannung

5 einfache Tipps, wie Du auf natürlichem Wege entspannst

Manchmal fühlen wir uns durch den Alltag gehetzt, gestresst und schaffen es am Ende eines Tages nicht, von den Ereignissen des Tages abzuschalten. Viele Menschen können mit extremen Arbeitsbelastungen und zwischenmenschlichen Spannungen nur schlecht umgehen und sehen sich stressbedingten Problemen wie Schlaf- und Angststörungen oder Depressionen ausgesetzt. Wichtig zu lernen ist, von Alltagssorgen Abstand nehmen zu können, indem man richtig entspannt und den Körper vollständig zur Ruhe bringt. Hierfür muss kein Therapeut aufgesucht werden. Ein paar einfache Tipps und Tricks reichen aus, um die Sorgen des Alltags besser hinter sich lassen zu können. Ausprobieren und Wirksamkeit testen!

Entspannung

1) Langsame Bauchatmung

Atemübungen gelten als Klassiker unter den Entspannungstechniken. Sie nehmen nicht viel Zeit in Anspruch und helfen ungemein, sich von einem stressigen Arbeitstag oder einem allgemein hektischen Alltag zu erholen und sein Stresslevel herabzusetzen.

Eine spezielle Atemtechnik ist dabei die Bauchatmung. Auch bei Yoga, Pilates oder Tai Chi spielt diese Atemtechnik eine besondere Rolle, um sich von stressbedingten, negativen Emotionen zu befreien. Wichtig dabei ist, dass man eine gerade Haltung einnimmt. Ob im Sitzen, Stehen oder Liegen, die Wirbelsäule und der Kopf sollten aufrecht sein. Beim Sitzen sollten die Schultern dabei locker herunterhängen und in einer liegenden Position werden die Arme seitlich abgelegt.

Langsame Bauchatmung löst stressbedingte Anspannung Langsame Bauchatmung löst stressbedingte Anspannung

Schließe die Augen. Lege eine Hand nun locker auf den Bauch und atme anschließend bewusst in den Bauch ein. Die Bauchdecke bewegt sich dabei langsam mit der Atmung mit. Versuche nach und nach, langsam immer tiefer in den Bauch einzuatmen, bis sich die Bauchdecke vom Solarplexus bis zu den Genitalien sanft und entspannt bewegt. Dabei ist der natürliche Atemimpuls zu berücksichtigen. Atme dann ein und aus, wenn du den Impuls dafür verspürst. Führe diese Atemübung 10-20 Minuten fort und öffne am Ende wieder die Augen.

Diese Atemübung mindert nervöse Anspannungen und öffnet den Geist für fokussierte Gedanken. Genau genommen stimuliert diese Übung den nervus vagus, den Teil des vegetativen Nervensystems, der Stressreaktionen im Gleichgewicht hält. Er senkt dabei die Aktivität in der Amygdala, welche Angst und Aufregung hervorruft und steigert die Hirnaktivitäten im präfrontalen Kortex, der wiederum unsere Aufmerksamkeit, Entscheidungsfreudigkeit und unser Mitgefühl anregt.

2) Einen Spaziergang machen

Den Körper zu bewegen ist der direkteste Weg, physischen Druck und emotionale Starre, was durch Stress ausgelöst wird, aufzubrechen. Natürlich gibt es Dutzende Bewegungsformen und es liegt ganz bei dir selbst, für welche du dich entscheidest. Eine bewährte Form ist das Laufen, da man zu jeder Tages- und Nachtzeit vor die Haustür gehen und umher spazieren kann. Laufen kann kreative Impulse fördern, was besonders für Menschen von Vorteil ist, die kreativen Berufen nachgehen. Laufen hilft ihnen, temporäre kreative Engpässe zu durchbrechen. Sofern es möglich ist, sollte man in der Natur spazieren gehen, wobei es nicht unbedingt unberührte Landschaften fernab der Zivilisation sein müssen. Stadtparks können ein ebenso beruhigendes Gefühl natürlicher Idylle spenden. Zahlreiche Studien haben belegt, dass Bewegung in der Natur besonders sinnvoll ist, Stress zu reduzieren und gute Laune zu fördern. Auch bei Einschlafproblemen empfiehlt sich ein abendlicher Ausgang.

3) Bücherläden durchforsten

Buchladen Im Buchladen zu stöbern kann zur Entspannung beitragen

Dieser Tipp mag etwas unsinnig erscheinen, aber tatsächlich kann das Aufsuchen von Bücherläden dabei helfen, die Fantasie zu stimulieren und der verhängnisvollen Tretmühle wiederkehrender negativer und blockierender Gedanken zu entkommen. Nach dem Betreten geht man ganz einfach der Nase nach, ohne dabei ein bestimmtes Ziel anzusteuern. So durchläuft man unterschiedliche Genres, von Psychologie über Fantasy bis hin zur Abteilung für Reiseführer: Ziel ist es, sich von Büchern inspirieren zu lassen, auf die man zufällig stößt. Die Wahrscheinlichkeit ein persönlich ansprechendes Buch zu finden ist sehr groß und sollte man fündig werden, kann das nachfolgende Schmökern zu Hause zu einer befriedigenden Beruhigung vor dem Schlafengehen werden.

4) Bewusstes Essen

Etwas mit völligem Bewusstsein zu tun ist prinzipiell bei jedweder Aktivität möglich, egal ob beim Atmen, Laufen, Geschirr spülen oder gar beim Windeln wechseln. Auch Mahlzeiten können zu einer attraktiven Tätigkeit werden, sofern man regelmäßig isst und sein Essen auch in vollen Zügen genießt. Seine Mahlzeiten bewusst und genussvoll zu erleben kann völlig simpel sein: Zunächst einmal sollte man sein Essen aufgrund von Zeitmangel nicht hektisch hinunterwürgen. Für eine allgemeine Entspannung ist es ratsamer, in Ruhe vor seinem Teller zu sitzen und das Essen mit allen Sinnen wahrzunehmen. Langsames Kauen und bewusstes Schmecken der Aromen fördert ein Ess-Erlebnis, das zufrieden stimmt. Diese Bedachtsamkeit lässt uns das Essen besser wertschätzen. Neben bewusstem Essen ist auch bedachtes Einkaufen und Kochen sinnvoll. Gesunde und ausgewogene Ernährung steht nachweislich in Zusammenhang mit körperlicher und geistiger Gesundheit, was auch im Rahmen von psychotherapeutischen Behandlungen verstärkt eingebleut wird. Bewusst zu essen verändert unsere biologische sowie psychologische Reaktion auf Nahrung – es macht unsere Verdauung und Verwertung von Essen effizienter, da der Körper die wichtigen Nährstoffe in gesunder Ernährung nutzt. Auf der anderen Seite stärken gemeinschaftliche Mahlzeiten das soziale Miteinander.

5) Der Natur danken

Wald Der Natur danken und sich auf die wirklich wichtigen Dinge besinnen 

Meditationsgurus, Akupunkteure oder Osteopathen trichtern ihren Patienten bzw. Schülern nicht selten ein, vor Unterrichts- oder Behandlungseinheiten der „Natur zu danken“. Diese Methode soll daran erinnern, dass alles, was wir in unserem Leben haben, ursprünglich der Natur (für so manchen auch Gott) zu verdanken ist und dass die richtige Einstellung gegenüber all unserer Erfahrungen vermeintlich die Dankbarkeit sein sollte. Wenn man inmitten von sorgenvollen Gedanken über eine anstehende Deadline ist oder zu intensiv über Vergangenes nachgrübelt, sollte man einen Moment innehalten und sich auf das besinnen, was man hat und dafür dankbar sein, anstatt dem hinterherzuhängen, was man nicht hat. Es wird einen positiven Effekt auf dich haben: Dein Körper wird sich beruhigen und Stress wird abgebaut. Die Außenwelt erscheint einem etwas heller und freundlicher und vielleicht wird es sogar ein zaghaftes Lächeln auf dein Gesicht zaubern.