Mehr Lebensfreude

Negative Gedanken in positive Gedanken umwandeln

Beschimpfst du den feuchtkalten Regen draußen auch als „Schietwetter“ und ist für dich der Tag gleich „im Eimer“, wenn du die frühmorgendliche Bahn verpasst? Negative Gedanken keimen im Alltag wie von selbst auf und oftmals bemerken wir gar nicht, wie giftig sie für unsere Stimmungslage sind. Das kann weitreichende Folgen haben - nicht nur für unser geistiges, sondern auch für unser körperliches Wohlbefinden. Negative Gedanken geschickt zu verdrängen können wir uns antrainieren. Das kann zu mehr Lebensfreude und einer positiveren Grundeinstellung führen.

Gedanken dokumentieren, negative Denkmuster entlarven

Zuallererst ist es wichtig zu begreifen, dass du alleine für deine Gedankenwelt verantwortlich bist. Negative Gedankenmuster schleichen sich aber oft unbemerkt ein und sorgen für ein unangenehmes Gefühl in der Magengrube, für Gereiztheit und das Empfinden, wie unter Strom zu stehen. Bevor diese negativen Gedanken eliminiert werden können, müssen sie erst einmal entdeckt werden. Regelmäßiges Tagebuchführen kann ein hilfreiches Mittel sein, um seine Gedanken und Gefühle in verschriftlichter Form zu reflektieren. Indem man seine Gedanken aufschreibt, können negative Denkmuster und deren Auslöser aufgedeckt werden. Somit können schädliche Gedanken das nächste Mal bei ihrer Entstehung als solche erkannt und gestoppt werden. Keine Sorge, man muss deshalb nicht langatmige Sätze schreiben oder in Gefühlsmonologen schwelgen, schon stichpunktartige Notizen können zur Analyse der eigenen Gedankenwelt beitragen.Lebensfreude_im-Text-unter-Absatz-Gedanken-aufschreiben

Den negativen Gedanken den Kampf ansagen

Besonders schwierig sind die bereits automatisierten und unbewussten negativen Gedanken. Oftmals blitzen diese schon in kurzen Momenten der Angst auf, beispielsweise kurz vor einer Prüfung. Hier zweifelt man trotz intensiver Vorbereitung dann doch am erfolgreichen Bestehen. Wann immer man das Gefühl hat, negative Gedanken zu hegen, sollte man besser innehalten und die Gedanken näher begutachten.

Nun gilt es, den Gedanken objektiv von „außen“ zu betrachten. Stelle dir vor, eine andere Person erzählt dir von diesem Gedanken, und schätze anschließend ein, ob die Negativität gerechtfertigt wäre. Bei anderen fällt uns eine objektive Sichtweise deutlich leichter, während wir unsere Gedanken mit viel mehr Theatralik und Dramatik betrachten.

Das kleine Wörtchen „immer“ in negativen Gedankengängen durch Gegenbeispiele zu widerlegen ist eine weitere Methode, eine positivere Sichtweise zu erlangen. Möchtest du im Büro beispielsweise gerade losmeckern, dass die Bahn „immer“ zu spät kommt, dann rufe dir die etlichen Male in Erinnerung, an denen du pünktlich oder vielleicht sogar überpünktlich am Ziel warst. So wird dir deine negative Denkweise schon bald als völlig übertrieben erscheinen.

Positive Gedanken generieren

Im Leben herrscht natürlich nicht immer Heiterkeit und Sonnenschein. Trotzdem kann man viel Lebensfreude gewinnen, wenn man negative Gedanken entlarvt und in positive umzuwandeln versucht. Konzentriere dich in schwierigen und angespannten Situationen vor allem darauf, Gedanken zu generieren, die dich weiterbringen, anstatt dich in Mitleid und Negativität zu suhlen und dich damit selbst zu blockieren. Anstatt dich dem Gedanken hinzugeben, dass du in der anstehenden Prüfung mit Sicherheit versagst, könntest du dich darauf berufen, welch intensive Lerneinheiten du hinter dir hast und dadurch optimal vorbereitet bist. Wichtig ist jedoch, es mit dem Optimismus nicht zu übertreiben. Der Gedanke „ich werde die Prüfung mit voller Punktzahl bestehen“ ist in diesem Fall eher fehl am Platz.

Ein positives Umfeld schaffen

Lebensfreude_im-Text-unter-Absatz-positives-Umfeld-schaffenSolltest du bemerken, dass gewaltvolle Filme und nervenaufreibende Bücher dein negatives Gedankenbild befeuern, ist es besser, davon Abstand zu nehmen und derartige Einflüsse von außen zu vermeiden. Versuche dich entspannenden und beruhigenden Reizen auszusetzen und meide Menschen mit einer negativen Aura. Auch ein persönlicher Zufluchtsort kann positive Auswirkungen auf dein Wohlbefinden und deine Gedankenwelt haben. Das kann entweder ein Ort in der Natur sein oder das heimische Sofa.

Negatives Denken langfristig vermeiden

Auch auf längerfristige Sicht lässt sich eine negative Denkweise vermeiden und damit schon die Entstehung von negativen Gedanken unterbinden. Wer positives Denken pflegt, gewinnt zunehmend an Lebensfreude und strahlt diesen Optimismus auch nach außen hin aus.
Polarisierendes Denken zu vermeiden ist ein Schritt, längerfristig positiv zu denken. Das bedeutet, dass Situationen, Vorkommnisse aber auch andere Menschen nicht nur mit gegensätzlichen Attributen wie „gut“ und „schlecht“ bewertet werden sollten, sondern auch die „Graustufen des Lebens“ in Betracht gezogen werden. Das kleine Wörtchen „aber“ kann hier Wunder bewirken, so lässt sich eine auf den ersten Blick negative Situation entschärfen: „Ich habe die Bahn verpasst, aber habe beim Warten auf die nächste eine alte Freundin getroffen.“

Auch das sogenannte „Katastrophendenken“ ist hinderlich, wenn es darum geht, eine positive Denkweise zu wahren. Es ist gut und richtig, sich mit den möglichen Konsequenzen von Handlungen auseinanderzusetzen, aber oftmals kann dich diese immer vom Schlimmsten ausgehende Denkweise daran hindern, die Situation realistisch einzuschätzen.