5 Tipps für alle, die (noch) nicht gerne meditieren

Meditation ist leichter als gedacht!

Dass Meditation viele gesundheitliche, geistige und emotionale Vorteile mit sich bringt, ist bekannt, denn ein wenig Entspannung im Alltag hat bekanntermaßen noch keinem geschadet. Jedoch nutzen wir nicht jeden freien Moment in unserem Alltag für Meditation, sondern schenken unsere Aufmerksamkeit dem Fernsehen, Tablet oder einer Zeitschrift. Wieso nur machen wir nicht das, wovon wir insgeheim wissen, dass es gut für uns ist?

Meditation ist in aller Munde und surft man ein wenig im Netz, kann man sich vor der Fülle an Übungen und Informationen zur richtigen Meditation kaum retten. Viele Menschen spüren den Drang, ihrem Körper etwas Gutes zu tun, indem sie mit Meditieren beginnen. Doch kaum beginnt man nach intensivem Studium von Ratgebern und Anleitungen mit einer Übung, schweifen die Gedanken ab und man beginnt Einkaufslisten im Kopf abzuhaken und To-Do Listen zu erstellen.

Der Fall ist klar: Wir lieben die Idee und das Konzept der Meditation, wollen es jedoch nicht ausüben und leben. Meditation wird heute wie Kanonliteratur behandelt – jeder will es gelesen haben, aber keiner will es wirklich lesen.

Wir wollen mit unseren Tipps aufrütteln und helfen, die innere Motivation zur Meditation zu finden, indem wir mögliche Zweifel beiseite räumen.

1. Zweifel: "Ich habe nicht genug Zeit für Meditation"shutterstock_229738588_komprimiert

Unser Leben ist voll von Verpflichtungen gegenüber der Karriere, der Familie und der Umwelt – aber fünf Minuten zum Durchatmen bleiben jedem und nutzt man diese kostbaren Minuten weise, ist man auch in der Lage, den stressigsten Alltag zu bewältigen.

Wer sich einen Marathonlauf zum Ziel setzt, wird wohl nicht damit beginnen, ein Training im Umfang eines Halbmarathons zu absolvieren. Auch der Weg zur Meditation erfolgt schrittweise und man sollte mit kurzen Übungen beginnen, beispielsweise mit nur 5 Minuten am Tag. Findet man Gefallen an der Meditation und gewinnt man an Übung, kann man die Meditationszeit nach Belieben steigern (und wird es auch automatisch).

Leichte Meditationsübungen, die sich problemlos in den Alltag integrieren lassen, stellen wir dir in unserem Artikel zu den 8 Meditationstechniken für mehr Achtsamkeit vor und legen dir sehr ans Herz, deine nächsten freien Minuten doch einmal deiner Achtsamkeit und der Meditation zu schenken.

Auf lange Zeit gesehen kannst du durch regelmäßiges Meditieren sogar Zeit einsparen. Gewinnst du an Achtsamkeit, wirst du weniger Flüchtigkeitsfehler machen, deren Behebung dich sonst viel Zeit kostet.

2. Zweifel: "Meditation ist langweilig. Ich nutze meine Zeit lieber sinnvoll"

Wir alle lieben es, unser Gehirn mit Reizen zu überfluten und unsere grauen Zellen zu aktivieren, aber es liegt ebenso eine besondere Faszination im Abschalten der Gedanken. Wer sich schwer tut ohne Hilfsmittel zu meditieren, kann sich beispielsweise ein Mantra als Grundlage nehmen, um das Gefühl des Nichtstuns zu umgehen. Auch begleitende Meditationsvideos im Internet können helfen, den Einstieg in die Meditation zu finden.

shutterstock_229738504_komprimiert3. Zweifel: "Ich bin nicht gut darin"

Bei der Meditation geht es nicht darum, den Geist zu „entleeren“, sondern die Gedanken zu überwachen und zu beobachten. Stellst du während der Meditation fest, dass deine Gedanken zu vergangenen Ereignissen wandern oder dazu übergehen, in die Zukuft zu sehen, lenke deine Aufmerksamkeit einfach zurück zu deiner Atmung. Die Tatsache, dass du die Wanderung deiner Gedanken bemerkt hast, ist sehr gut und salopp gesagt die halbe Miete. Es zeigt, dass du die Geschehnisse in deiner Gedankenwelt gut überwachen kannst und in Sachen Achtsamkeit besser geworden bist. Mit mehr Übung wirst du merken, dass die Gedankensprünge weniger werden und schließlich ganz verschwinden.

4. Zweifel: "Meine Gedanken schweifen immer zu wichtigeren Dingen"

Ein strukturiertes und geplantes Leben zu führen zählt zu unseren Grundbedürfnissen und ist durchaus sinnvoll, man muss aber nicht in jeder freien Sekunde neue Pläne aufstellen. Sollten deine Gedanken während der Meditation öfters abschweifen, dann erlaube dir, die ersten 5-10 Minuten einer jeden Meditationsübung damit zu verbringen, deine Probleme und Pläne zu überdenken und lasse diese Gedanken dann bewusst los. Alternativ kannst du vor der Meditation alle Gedanken aufschreiben und dann beiseite legen. So beruhigst du dein Gehirn, dass du nichts vergessen wirst, da alles notiert ist. Somit kannst du dich nach der Meditation deinen Aufgaben aus einer völlig neuen Perspektive widmen.

shutterstock_229494592_komprimiert5. Zweifel: "Ich weiß nicht wann und wo ich anfangen soll"

Ohne blumige Umschreibungen sei dir hier gesagt, dass du es einfach tun solltest und - sofern du Zeit hast - am besten gleich. Genauso, wie sich deine Ausdauer nicht verbessern wird, indem du ein Buch über Zumba liest, wirst du nicht von den Vorzügen der Meditation profitieren, solange du es nicht ausprobierst. Beginne mit kleinen Schritten und erwarte nicht zu viel von dir und du wirst sehen, dass sich Meditation schon nach wenigen Wochen nicht mehr wie eine Aufgabe anfühlen wird. Du wirst dir automatisch Zeit für die Übungen nehmen, da du gerne meditieren wirst und spürst, wie es deinem Körper und Geist guttut.